Book Week at GISS

GRÜSSE Vom schulleiter

Liebe Mitglieder der GISS Gemeinschaft,

wer in diesen Wochen über unseren Campus geht, kommt an einem Thema nicht vorbei. Im unteren Bereich der Schule wird gearbeitet, die Sanierung unserer Sporthalle und der angrenzenden Räume schreitet voran, und der Baustellenbetrieb ist für alle sichtbar und hörbar.

Ich möchte Ihnen zunächst berichten, wo wir stehen: Die betroffenen Bereiche sind untersucht, die Sanierungsarbeiten laufen planmäßig, und einzelne Räume wurden von den Hygienikern bereits freigegeben. Die Arbeiten werden fachlich begleitet und in enger Abstimmung mit unserem Versicherer durchgeführt, zudem ist die Frage des künftigen Hallenbodens inzwischen entschieden. Es wird kein neuer Holzboden verlegt. Stattdessen erhält unsere Halle einen gegossenen Sportboden vom Typ Pulastic. Diese Entscheidung ist mehr als eine technische Detailfrage, und ich möchte sie kurz erläutern: ein gegossener Boden wird fugenlos aufgebracht und bildet eine geschlossene Fläche. Er ist damit wesentlich unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit, was angesichts dessen, was uns in die jetzige Lage gebracht hat, ein nicht unerheblicher Gesichtspunkt ist. Er ist punktelastisch und damit gelenkschonend. Er lässt sich mit erheblich geringerem Aufwand pflegen als ein Holzboden, der regelmäßig abgeschliffen und versiegelt werden muss. Und er erlaubt eine Nutzung, die bei Holz nur unter Auflagen möglich ist.

Damit sind wir bei dem Punkt, der mir eigentlich am Herzen liegt.
Niemand an dieser Schule hat sich diesen Schaden gewünscht. Der Aufwand ist beträchtlich, die Kosten sind es ebenfalls, und die Belastung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist real. Und doch entsteht in einer solchen Lage etwas, das im gewöhnlichen Schuljahr praktisch nie entsteht: ein offener Raum, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Eine Halle, die intakt ist, wird nicht angefasst, eine Halle, die ohnehin saniert werden muss, erlaubt hingegen Fragen, die sonst niemand stellt. 

  • Welche Sportarten wollen wir künftig anbieten können? 
  • Welche Veranstaltungsformate brauchen wir in zehn Jahren? 
  • Sind die Nebenräume noch so geschnitten, wie es unserer heutigen Schulgröße entspricht? 
  • Was ist an Bodenqualität heute technisch möglich, das es beim letzten Umbau schlicht noch nicht gab?

Wir haben diese Fragen gestellt, und wir haben sie nicht mit dem Ziel beantwortet, den alten Zustand wiederherzustellen. Am Ende dieses Prozesses wird etwas stehen, das über den früheren Standard hinausgeht und unserer Schule für viele Jahre neue Möglichkeiten eröffnet. Der Schaden wird dadurch natürlich nicht zu einem Glücksfall. Aus einer reinen Belastung wird aber eine Investition, von der Schülergenerationen profitieren werden, die heute noch nicht bei uns angemeldet sind.

Dass die Einschränkungen im Alltag spürbar sind, weiß ich sehr genau. Zwei größere Veranstaltungen sowie unsere year 12 Mock Exams mussten wir in diesem Jahr in die Miramare Gardens verlegen, unser Spring Recital Evening und das Interschool Choral Festival. Beide Abende waren wunderbar und unsere Abschlussklasse konnte ungestört ihre Probearbeiten durchführen. Dies hat gezeigt, dass ein Ortswechsel einer Veranstaltung nichts von ihrer Qualität nimmt, wenn die Menschen dahinter mit Überzeugung bei der Sache sind. Mein Dank gilt allen Familien, die die Umplanung mitgetragen haben, unseren Musiklehrerinnen und Musiklehrern für zwei herausragende Abende, unserem Team im IBDP und unseren 12. Klässlern und vor allem unseren Sportlehrerinnen und Sportlehrern, die seit Monaten mit erheblichem organisatorischem Aufwand dafür sorgen, dass möglichst wenig Unterricht ausfällt und die Qualität des Unterrichts gleichbleibend hoch ist.

Damit komme ich zu einer größeren Frage, die mich nicht nur mich schon lange begleitet: Woran erkennt man eigentlich eine gute Schule?
Die naheliegende Antwort verweist auf Ergebnisse: IB Punkte, Abschlussnoten, NAPLAN Werte. Diese Zahlen sind wichtig, wir nehmen sie ernst, und sie sind bei uns überdurchschnittlich gut. Sie erfassen aber nur einen Ausschnitt dessen, was hier geschieht, und sie sagen wenig darüber aus, ob junge Menschen bei uns lernen, ein produktives und zufriedenes Leben zu führen.

Meine Antwort setzt dementsprechend woanders an: Eine gute Schule erkennt man unter anderem auch an ihrer Mischung. Am Verhältnis von Unterricht und dem, was außerhalb des Unterrichts geschieht., also am Verhältnis von Routine und Unterbrechung bzw. am Verhältnis zwischen dem Messbaren und dem, was sich der Messung entzieht.

Diese Mischung gerät an vielen Schulen unter Druck, weil sich ein bestimmter Denkfehler verbreitet hat. Er lautet, dass Lernzeit knapp ist und alles, was kein Unterricht ist, folglich Lernzeit kostet. Die Rechnung wirkt zwingend und ist trotzdem aus meiner Sicht fundamental falsch.
Wenn eine Klasse einen Tag im Australian Museum verbringt oder an einem Fun Run teilnimmt, entfallen sieben Unterrichtsstunden. Arithmetisch stimmt das, pädagogisch ist diese Sicht unvollständig.
Unterrichtszeit und Lernzeit sind nämlich nicht dasselbe. Eine Schülerin kann körperlich anwesend sein und gedanklich vollständig abgeschaltet haben. Jede Lehrkraft kennt die Wochen sieben bis neun/zehn eines Terms, in denen sich die Routine abgenutzt hat und der Ertrag jeder einzelnen Stunde sinkt. Aufmerksamkeit ist eine endliche Ressource. Sie erneuert sich nicht dadurch, dass man ihr mehr abverlangt.

Hier liegt eine Funktion der Unterbrechung. Eine Exkursion, ein Projekttag, ein Besuch von außen, ein Wettbewerb, ein Camp, all das setzt den Rhythmus zurück. Die Schülerinnen und Schüler kehren mit anderer Energie in den Unterricht zurück. Sie bringen zudem Erfahrungen mit, an die der Fachunterricht anknüpfen kann. Ein Begriff, den man gesehen, gerochen und angefasst hat, ist im Klassenzimmer eine andere Größe als ein Begriff aus dem Lehrbuch.

Dazu kommt ein sozialer Effekt, den man leicht unterschätzt. Auf einer Klassenfahrt oder einem Ausflug entstehen Beziehungen zwischen Kindern, die im Klassenraum nie miteinander gesprochen hätten. Es entstehen Beziehungen zwischen Lehrkräften und Lernenden, die im Unterricht so nicht wachsen. Beziehungen aber sind die Grundlage von Lernen - Menschen lernen von Menschen, denen sie vertrauen. Dieses Vertrauen entsteht selten in vierzig Minuten Mathematik dagegen oft beim gemeinsamen Zeltaufbau im Regen.

Meine These lautet deshalb: Die gefühlte Reduktion von Lernzeit durch außerunterrichtliche Veranstaltungen führt nicht zu weniger Lernen, sondern zu mehr. Die verbleibende Unterrichtszeit wird so viel wirksamer genutzt, dass der Nettoeffekt positiv ist.

Das gilt unter einer Bedingung, die die dritte Säule der Bedeutung von außer unterrichtlichen Aktivitäten reflektiert: Die Veranstaltung braucht eine pädagogische Verankerung und einen erkennbaren Bezug zum Curriculum. Ein Ausflug ohne inhaltliche Anbindung ist tatsächlich verlorene Zeit. Deshalb prüfen wir bei jeder Exkursion und jeder Incursion sehr genau, welche Funktion sie im Lernprozess erfüllt (dabei dürfen wir nicht vergessen, dass der Lernprozess deutlich mehr Dinge enthält als Mathematik, Deutsch, Englisch, Physik…).

Ähnlich differenziert sehe ich das Thema Hausaufgaben, zu dem uns regelmäßig Rückmeldungen aus der Elternschaft erreichen, und zwar in beide Richtungen. Den einen sind es zu viele, den anderen zu wenige.
Die Forschungslage ist dabei klarer, als man vermuten würde. Die bis heute maßgebliche Übersichtsarbeit von Harris Cooper und Kollegen aus dem Jahr 2006 wertet die gesamte englischsprachige Forschung eines Zeitraums von sechzehn Jahren aus. Das Ergebnis ist eindeutig nach Altersstufen gestaffelt. In der Oberstufe übertrifft ein durchschnittlicher Schüler mit Hausaufgaben rund neunundsechzig Prozent der Schüler einer Vergleichsgruppe ohne Hausaufgaben. In der Mittelstufe ist dieser Effekt nur noch halb so groß. In der Grundschule findet sich kein Zusammenhang zwischen Hausaufgaben und Lernzuwachs. Wo Hausaufgaben in der Grundschule direkt mit betreuter Übungszeit im Unterricht verglichen wurden, war die betreute Übungszeit sogar überlegen. 
(Cooper, Robinson & Patall, Review of Educational Research 76(1), 2006). Volltext ist hier frei zugänglich. 

Die britische Education Endowment Foundation, die Forschungsergebnisse in praktische Schulempfehlungen übersetzt, kommt zu einem ähnlichen Bild. Sie beziffert den durchschnittlichen Effekt von Hausaufgaben auf etwa fünf Monate zusätzlichen Lernfortschritt, betont aber ausdrücklich die enorme Streuung hinter diesem Mittelwert. Wie Hausaufgaben gestellt werden, ist demnach wichtiger als die Frage, ob sie gestellt werden. Die Foundation weist zudem darauf hin, dass Lehrkräfte die häuslichen Voraussetzungen ihrer Schüler kennen sollten, weil ein fehlender ruhiger Arbeitsplatz oder fehlende Materialien den Effekt ins Gegenteil verkehren können. (EEF Teaching and Learning Toolkit, Strang Homework).

Der Umfang ist nach all diesen Befunden nicht die entscheidende Größe. Wer drei Stunden mechanisch Aufgaben abarbeitet, lernt weniger als jemand, der dreißig Minuten konzentriert an etwas arbeitet, das ihn wirklich fordert.
Gute Hausaufgaben erfüllen aus meiner Sicht drei Funktionen. 

  • Sie festigen Gelerntes durch wiederholtes Abrufen, und dieser Effekt lässt sich durch nichts im Unterricht ersetzen. 
  • Sie machen zweitens sichtbar, was noch nicht verstanden wurde, und zwar für die Lernenden selbst, weil man allein am Schreibtisch nicht auf die Antworten der Mitschüler ausweichen kann. 
  • Sie trainieren drittens Selbstorganisation. Eine Aufgabe zu beginnen, ohne dass jemand danebensteht, und sie zu Ende zu bringen, ist für unser IBDP, jedes Studium und jeden Beruf eine zentrale Kompetenz.

Schlechte Hausaufgaben erfüllen keine dieser Funktionen. Sie beschäftigen, sie erzeugen Konflikte am Küchentisch, und sie benachteiligen Kinder aus Familien mit geringeren Unterstützungsmöglichkeiten. Die Frage nach der richtigen Menge ist daher die falsche Frage. Die richtige Frage lautet, ob eine Aufgabe etwas leistet, das der Unterricht nicht leisten kann.

Damit komme ich zu einer Debatte, die in dieser Woche ganz New South Wales beschäftigt.
Die NSW Regierung hat am 13. September angekündigt, die Bildschirmzeit an öffentlichen Schulen zu begrenzen. Kinder von Kindergarten bis Jahrgang 2 sollen künftig höchstens fünfzehn Minuten täglich an Laptops oder Tablets arbeiten, in den Jahrgängen 3 und 4 dreißig Minuten, in den Jahrgängen 5 und 6 fünfundvierzig Minuten. In den Jahrgängen 7 bis 10 soll höchstens ein Viertel der Fachzeit digital stattfinden, in den Jahrgängen 11 und 12 höchstens die Hälfte. Hinzu kommt die Empfehlung von mindestens einer Stunde täglich mit Stift und Papier. Ab Term 1 2027 gelten die Vorgaben als Empfehlung, ab 2028 verbindlich. Als registrierte Privatschule sind wir davon nicht unmittelbar betroffen, die Debatte betrifft uns aber selbstverständlich.

Als erstes gilt es festzuhalten, dass der Anlass ernst zu nehmen ist. Nach den PISA Daten verbringen australische Schülerinnen und Schüler fast doppelt so häufig wie im OECD Durchschnitt mehr als zwei Stunden täglich mit digitalem Lernen, während die Leistungen im Lesen und Schreiben zurückgehen. Die Hälfte der befragten Schüler berichtet, im Unterricht durch Bildschirme abgelenkt zu werden, diese Befunde darf niemand beiseiteschieben.

Für ein System mit über zweitausend Schulen ist eine Zeitvorgabe zudem ein nachvollziehbares Instrument. Sie ist überprüfbar, kommunizierbar und wirkt sofort. Wer ein großes System steuern muss, greift zu Maßnahmen, die sich skalieren lassen. Ich kann die Entscheidung insofern gut nachvollziehen.

Und doch möchte ich einen Einwand formulieren.
Vor etwa fünfzehn Jahren bewegten sich Schulen weltweit in die genau entgegengesetzte Richtung. Damals galt die Ausstattung mit Geräten als Antwort auf die Frage nach zeitgemäßem Unterricht. Es wurden Tablets beschafft, Klassensätze angelegt, Ausstattungsquoten formuliert. Ich habe diese Jahre aus nächster Nähe begleitet und über sie gesprochen. Heute wissen wir, dass der Ansatz weitgehend wirkungslos blieb, wo er sich auf Beschaffung beschränkte. Geräte allein verändern keinen Unterricht.

Nun kehrt dieselbe Denkfigur mit umgekehrtem Vorzeichen zurück. Damals war die Zahl der Geräte die Kennziffer, heute ist es die Zahl der Minuten. In beiden Fällen wird eine pädagogische Frage in eine quantitative Größe übersetzt, weil sich Quantitäten leichter steuern lassen als Qualitäten. Die eigentliche Frage bleibt in beiden Fällen unbeantwortet.
Sie lautet: Was tun Kinder in dieser Zeit?

Eine Schülerin, die vierzig Minuten lang einen Text in ein Textverarbeitungsprogramm abtippt, hat vierzig Minuten Bildschirmzeit und fast nichts gelernt. Ein Schüler, der fünfzehn Minuten lang mit einer Simulation eine physikalische Hypothese prüft, sie scheitern sieht und daraufhin seine Annahme korrigiert, hat fünfzehn Minuten Bildschirmzeit und einen echten Erkenntnisschritt vollzogen. In der Statistik der neuen Richtlinien steht der erste Fall besser da als der zweite.

Entscheidend ist also nicht die Bildschirmzeit, sondern die Qualität der Nutzung. Ein digitales Werkzeug rechtfertigt sich dann, wenn es etwas ermöglicht, das ohne dieses Werkzeug nicht möglich wäre. Die Auswertung eines echten Datensatzes durch eine fünfte Klasse gehört dazu. Der Zugang zu Quellen, die in keiner Schulbibliothek stehen, gehört dazu. Die gemeinsame Arbeit an einem Text in Echtzeit gehört dazu. Wo ein Gerät dagegen nur ein Blatt Papier ersetzt, ist das Blatt Papier meistens die bessere Wahl, und zwar nicht aus Nostalgie, sondern weil Handschrift die Verarbeitungstiefe nachweislich erhöht.

Unsere Aufgabe besteht daher weder darin, digitale Medien zu maximieren, noch darin, sie zu minimieren. Sie besteht darin, sie mit Urteilskraft einzusetzen und diese Urteilskraft an unsere Schülerinnen und Schüler weiterzugeben, da junge Menschen ihr Leben in einer digital durchdrungenen Gesellschaft führen werden. Sie werden dort nicht dadurch bestehen, dass man ihnen in der Schule die Geräte weggenommen hat, sondern dadurch, dass sie gelernt haben, wann ein Werkzeug hilft und wann es im Weg steht. Diese Fähigkeit wächst durch angeleitete Übung und nicht durch Abstinenz. Wir sind aus meiner Sicht in der jetzigen Lage, weil wir nahezu weltweit unterschätzt haben, dass die bedeutendste Ressource in diesem Bereich keine Hardware ist. Es sind die Personen, die Lernen an unseren Schulen jeden Tag gestalten und es individuell auf unsere Kinder abbilden. Nur haben wir diese Personen nicht ausreichend mitgenommen bzw. ihnen nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung gestellt, um dieses neue Medium im Kanon der klassischen Medien hinreichend zu durchdringen. Hier sollten wir als Schule ansetzen, um verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Bildung anzubieten.

Wenn ich auf die drei Themen dieses Vorworts schaue, findet sich in allen dieselbe Struktur. 

  • Wie viele Unterrichtsstunden? 
  • Wie viele Minuten Hausaufgaben? 
  • Wie viele Minuten Bildschirm? 

Jedes Mal wird eine pädagogische Frage in eine Mengenfrage übersetzt, und jedes Mal führt die Mengenfrage in die Irre, weil sie das Entscheidende gerade nicht erfasst. Es kommt darauf an, was in dieser Zeit geschieht.

Unsere Baustelle im unteren Bereich der Schule ist dafür ein passendes Bild. Man kann eine Halle instand setzen, und danach ist alles wie vorher. Man kann sie auch so wiederherstellen, dass danach mehr möglich ist als zuvor. Der Unterschied liegt nicht im Aufwand und nicht im Budget, sondern in der Frage, die man sich zu Beginn stellt.

Diese Haltung wünsche ich mir für unsere pädagogische Arbeit insgesamt. Nicht mehr oder weniger von allem, sondern die immer neue Frage danach, was einer bestimmten Schülerin oder einem bestimmten Schüler in einer bestimmten Situation tatsächlich weiterhilft.

Ich danke Ihnen für Ihre Geduld mit den Einschränkungen der kommenden Wochen, beglückwünsche Sie, dass Sie bis hierhin lesend durchgehalten haben und freue mich auf den Tag, an dem wir unsere erneuerte Halle gemeinsam in Betrieb nehmen.

Mit herzlichen Grüßen
Michael Cordes
Schulleiter


gREETINGS fROM the principal

Dear members of the GISS community,

Anyone walking across our campus these weeks cannot fail to notice one thing. Work is underway in the lower part of the school; the refurbishment of our sports hall and the adjoining rooms is progressing, and the activity on the building site is visible and audible to everyone.

I would first like to update you on where we stand: the affected areas have been inspected, the refurbishment work is proceeding according to plan, and individual rooms have already been cleared for use by the hygiene experts. The work is being supervised by specialists and carried out in close consultation with our insurer; furthermore, the decision regarding the future sports hall floor has now been finalised. No new wooden floor will be laid. Instead, our hall will be fitted with a Pulastic-type poured sports floor. This decision is more than just a technical detail, and I would like to explain it briefly: a poured floor is applied seamlessly and forms a continuous surface. It is therefore much less susceptible to moisture, which is a significant consideration given what has led us to our current situation. It is point-elastic and therefore easy on the joints. It requires considerably less maintenance than a wooden floor, which needs to be sanded down and sealed regularly. And it allows for a level of use that is only possible with wooden flooring under certain conditions.

This brings us to the point that is actually closest to my heart.
No one at this school wanted this damage to happen. The effort involved is considerable, as are the costs, and the strain on our staff is very real. And yet, in such a situation, something emerges that practically never arises during a normal school year: an open space, both literally and figuratively. A hall that is intact is left untouched; a hall that needs renovating anyway, on the other hand, allows questions to be asked that nobody else would otherwise ask.
 
  • What sports do we want to be able to offer in future?
  • What types of events will we need in ten years’ time?
  • Are the ancillary rooms still laid out in a way that suits the current size of our school?
  • What is technically possible today in terms of floor quality that simply did not exist during the last refurbishment?

We have asked these questions, and we have not answered them with the aim of restoring the building to its former state. At the end of this process, we will have something that exceeds previous standards and opens up new opportunities for our school for many years to come. Of course, this does not mean the damage is a stroke of luck. However, what was purely a burden is now becoming an investment from which generations of pupils – who are not yet enrolled with us – will benefit.

I am well aware that the restrictions are being felt in our day-to-day lives. This year, we had to move two major events – our Spring Recital Evening and the Interschool Choral Festival – to Miramare Gardens, as well as our Year 12 mock exams. Both evenings were wonderful, and our final-year class were able to sit their mock exams without disruption. This has shown that changing the venue of an event does not detract from its quality if the people behind it are fully committed to the cause. My thanks go to all the families who supported the reorganisation, to our music teachers for two outstanding evenings, to our IBDP team and our Year 12 pupils, and above all to our PE teachers, who for months have been putting in a considerable amount of organisational effort to ensure that as few lessons as possible are cancelled and that the quality of teaching remains consistently high.

This brings me to a broader question that has long been on my mind – and not just mine: How do you actually recognise a good school?
The obvious answer points to results: IB marks, final grades, NAPLAN scores. These figures are important; we take them seriously, and ours are above average. However, they capture only a fraction of what happens here, and they say little about whether young people learn to lead productive and fulfilling lives whilst at our school.

My answer, therefore, starts elsewhere: one of the ways to recognise a good school is by its balance. By the balance between lessons and what happens outside the classroom – in other words, the balance between routine and disruption, or the balance between what can be measured and what cannot be measured.

This balance is coming under pressure in many schools because a certain fallacy has become widespread. It holds that learning time is scarce and that, consequently, anything that isn’t a lesson takes away from learning time. The calculation seems compelling, yet in my view it is fundamentally flawed.
If a class spends a day at the Australian Museum or takes part in a fun run, seven lessons are missed. Arithmetically, that is true; pedagogically, however, this view is incomplete.
Teaching time and learning time are not, in fact, the same thing. A pupil may be physically present whilst having completely switched off mentally. Every teacher is familiar with weeks seven to nine or ten of a term, when the routine has worn thin and the yield from each individual lesson declines. Attention is a finite resource. It is not replenished simply by demanding more of it.

This is where the value of a break lies. A field trip, a project day, a visit from an external guest, a competition, a camp – all these reset the rhythm. Pupils return to lessons with renewed energy. They also bring back experiences that subject-specific lessons can build on. A concept that has been seen, smelled and touched takes on a different dimension in the classroom than a concept from a textbook.

Added to this is a social effect that is easily underestimated. On a school trip or an excursion, relationships form between children who would never have spoken to one another in the classroom. Relationships develop between teachers and pupils that do not grow in the same way during lessons. Yet relationships are the foundation of learning – people learn from people they trust. This trust rarely develops in a forty-minute maths lesson, but often does when pitching tents together in the rain.

My thesis is therefore this: the perceived reduction in learning time due to extra-curricular activities does not lead to less learning, but to more. The remaining lesson time is used so much more effectively that the net effect is positive.

This applies subject to one condition, which reflects the third pillar of the importance of extra-curricular activities: The activity must have a pedagogical basis and a clear link to the curriculum. A trip with no connection to the curriculum is, in fact, a waste of time. That is why, for every excursion and every in-school activity, we examine very carefully what role it plays in the learning process (and we must not forget that the learning process encompasses far more than just Maths, German, English, Physics…).

I take a similarly nuanced view of the subject of homework, on which we regularly receive feedback from parents – and this feedback comes from both sides. For some, there is too much; for others, too little.
The research on this is clearer than one might suppose. The review by Harris Cooper and colleagues from 2006, which remains the authoritative work to this day, analyses all English-language research spanning a period of sixteen years. The results are clearly stratified by age group.
 In upper secondary school, an average pupil given homework outperforms around sixty-nine per cent of pupils in a control group without homework. In lower secondary school, this effect is only half as great. In primary school, no correlation is found between homework and learning gains. Where homework in primary school was directly compared with supervised practice time in class, the supervised practice time was actually more effective. 
(Cooper, Robinson & Patall, Review of Educational Research 76(1), 2006). The full text is freely available here

The UK’s Education Endowment Foundation, which translates research findings into practical recommendations for schools, arrives at a similar conclusion. It estimates the average effect of homework at around five months’ additional learning progress, but expressly emphasises the enormous variation underlying this average. How homework is set is therefore more important than the question of whether it is set at all. The Foundation also points out that teachers should be aware of their pupils’ home circumstances, as a lack of a quiet place to work or a lack of materials can have the opposite effect. (EEF Teaching and Learning Toolkit, Homework strand).

In light of all these findings, the volume of homework is not the decisive factor. Someone who spends three hours mechanically working through tasks learns less than someone who spends thirty minutes concentrating on something that really challenges them.
In my view, good homework fulfils three functions. 
It consolidates what has been learnt through repeated recall, and this effect cannot be replaced by anything in the classroom.
Secondly, it reveals what has not yet been understood – and this becomes clear to the learners themselves, because when working alone at their desks, they cannot fall back on their classmates’ answers.
Thirdly, it develops self-organisation. Starting a task without anyone standing over your shoulder and seeing it through to the end is a key skill for our IBDP, any degree course and any career.


Poor homework fulfils none of these functions. It keeps children occupied, it causes arguments at the kitchen table, and it puts children from families with fewer support resources at a disadvantage. The question of the ‘right amount’ is therefore the wrong question. The right question is whether a task achieves something that classroom teaching cannot.

This brings me to a debate that has been occupying the whole of New South Wales this week.
On 13 September, the NSW Government announced plans to limit screen time in state schools. In future, children from nursery to Year 2 are to spend no more than fifteen minutes a day working on laptops or tablets; in Years 3 and 4, thirty minutes; and in Years 5 and 6, forty-five minutes. In Years 7 to 10, no more than a quarter of subject time is to be spent digitally; in Years 11 and 12, no more than half. In addition, there is a recommendation to spend at least one hour a day using pen and paper. From Term 1 2027, the guidelines will be advisory; from 2028, they will be mandatory. As a registered private school, we are not directly affected by this, but the debate naturally concerns us.

Firstly, it is important to note that this issue must be taken seriously. According to PISA data, Australian pupils spend more than two hours a day on digital learning almost twice as often as the OECD average, whilst their performance in reading and writing is declining. Half of the pupils surveyed report being distracted by screens during lessons; no one should dismiss these findings.

For a system comprising over two thousand schools, a time limit is also a sensible tool. It is verifiable, communicable and takes effect immediately. Anyone tasked with managing a large system turns to measures that can be scaled up. In that respect, I can well understand the decision.

And yet I would like to raise an objection.
Around fifteen years ago, schools worldwide were moving in exactly the opposite direction. Back then, equipping schools with devices was seen as the answer to the question of how to deliver modern teaching. Tablets were procured, class sets were established, and equipment targets were set. I followed these developments at close quarters and spoke about them at the time. Today we know that this approach remained largely ineffective where it was limited to procurement. Devices alone do not transform teaching.

Now the same line of thinking is returning, but with the tables turned. Back then, the number of devices was the key metric; today, it is the number of minutes. In both cases, a pedagogical question is reduced to a quantitative measure, because quantities are easier to control than qualities. The real question remains unanswered in both cases.
It is this: What do children do during this time?

A pupil who spends forty minutes typing out a text into a word processor has forty minutes’ screen time and has learnt almost nothing. A pupil who spends fifteen minutes using a simulation to test a physical hypothesis, sees it fail and subsequently corrects their assumption, has fifteen minutes’ screen time and has taken a genuine step towards understanding. In the statistics of the new guidelines, the first case fares better than the second.

What matters, therefore, is not screen time, but the quality of use. A digital tool is justified if it enables something that would not be possible without it. The analysis of a real dataset by a Year 5 class is one such example. Access to sources not found in any school library is part of this. Collaborating on a text in real time is part of this. Where, on the other hand, a device merely replaces a sheet of paper, the sheet of paper is usually the better choice – not out of nostalgia, but because handwriting has been shown to increase the depth of processing.

Our task is therefore neither to maximise digital media nor to minimise them. It is to use them with discernment and to pass this discernment on to our pupils, as young people will be living their lives in a society permeated by digital technology. They will not thrive in that environment simply because their devices have been taken away from them at school, but because they have learnt when a tool is helpful and when it gets in the way. This ability develops through guided practice, not through abstinence. In my view, we find ourselves in the current situation because, almost universally, we have underestimated the fact that the most important resource in this area is not hardware. It is the people who shape learning in our schools every day and tailor it individually to our children. However, we have not sufficiently involved these people, nor have we provided them with enough resources to adequately integrate this new medium into the canon of traditional media. This is where we, as a school, should start in order to offer responsible and forward-looking education.

  • When I look at the three topics in this foreword, I see the same structure in all of them.
  • How many lessons?
  • How many minutes of homework?
  • How many minutes of screen time?

Each time, an educational question is reduced to a question of quantity, and each time the question of quantity is misleading because it fails to capture what really matters. What matters is what happens during that time.

Our building site at the lower end of the school is a fitting illustration of this. You can refurbish a hall, and afterwards everything is just as it was before. Or you can restore it in such a way that more is possible afterwards than before. The difference lies not in the effort involved or the budget, but in the question you ask yourself at the outset.

This is the approach I would like to see applied to our educational work as a whole. Not more or less of everything, but the ever-renewed question of what actually helps a particular pupil in a particular situation.

I would like to thank you for your patience with the restrictions over the coming weeks, congratulate you on having persevered with reading this far, and look forward to the day when we can officially open our refurbished hall together.

Warm regards,

Michael Cordes
Principal


staff - mitarbeiter:innen  

Farewell lunch with  (most of ) the admin team

Emma Vogt
 (Intern Secondary)

We bid a fond farewell to Alison Totterdell, Year 7 Class Teacher, as she embarks on a new adventure.

We are immensely grateful for Alison’s many valuable contributions to GISS over the past years and, most importantly, to the students she has supported and inspired. We wish her every success and happiness for the future. Alison, you will certainly be missed by our school community!

We are also sad to say farewell to Annika Ahlmann, who will be returning to Germany for a while. A heartfelt thank you to Annika for everything she has brought to GISS and to our students during her time with us. We wish her all the very best for this next chapter and hope to welcome her back in the future!

Wir verabschieden uns herzlich von Alison Totterdell, unserer Klassenlehrerin der 7. Klasse, die sich nun auf ein neues Abenteuer begibt.

Wir sind Alison sehr dankbar für ihren wertvollen Beitrag zu GISS in den vergangenen Jahren und ganz besonders für ihre Unterstützung und Inspiration, die sie unseren SchülerInnen  geschenkt hat. Für ihre Zukunft wünschen wir ihr von Herzen viel Erfolg, Glück und alles Gute. Alison, du wirst unserer Schulgemeinschaft sehr fehlen!

Auch von Annika Ahlmann verabschieden wir uns schweren Herzens, da sie für eine Weile nach Deutschland zurückkehren wird. Ein herzliches Dankeschön an Annika für alles, was sie während ihrer Zeit bei GISS eingebracht und für unsere SchülerInnen getan hat. Annika, wir wünschen dir für diesen neuen Lebensabschnitt alles erdenklich Gute und hoffen, dich in Zukunft wieder bei uns begrüssen zu dürfen!

Thank you, Simone, for all your hard work, dedication, and your commitment to supporting our students over the years.

Congratulations on this wonderful milestone, and here’s to many more successful and happy years ahead!

Vielen Dank, Simone, für deine großartige Arbeit, dein Engagement und deine langjährige Unterstützung unserer Schülerinnen und Schüler.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Meilenstein.  Auf viele weitere erfolgreiche und schöne Jahre!

Congratulations to Simone Hessling on her 10-year anniversary at GISS!

Herzlichen Glückwünsche, Simone Hessling, zu deinem 10-jährigen Jubiläum an der GISS!

Die Richtung des Befunds bleibt aber trotzdem unstrittig, und ich möchte sie nicht kleinreden.

Unsere Schülerinnen und Schüler waren nicht Teil der PISA Stichprobe. Über NAPLAN nehmen wir aber am nationalen Vergleich teil, und dort können wir uns selbst prüfen.

Auch hier ist eine Vorbemerkung nötig: NAPLAN wurde 2023 grundlegend überarbeitet, in der Aufgabenstruktur ebenso wie in den Leistungskategorien. Ein Vergleich mit den Jahren davor wäre nicht seriös. Belastbar ist allein der Zeitraum 2023 bis 2026, leider sind vier Jahre ein kurzes Fenster.

In diesem Fenster sind die nationalen Werte weitgehend gleichgeblieben, sowohl beim Anteil derjenigen, die den Standard übertreffen, als auch beim Anteil derjenigen, die Unterstützung brauchen. Unsere Werte sind im selben Zeitraum deutlich gestiegen.

Man könnte nun einwenden, dass ein flacher nationaler Verlauf ja gerade zeige, dass landesweit nichts passiert sei, und der Kontrast zur GISS damit weniger bedeute, ich halte jedoch das Gegenteil für wahrscheinlicher: PISA beschreibt einen langsamen Rückgang über zwei Jahrzehnte. Ein Fenster von vier Jahren ist womöglich zu kurz, um eine solche Bewegung überhaupt sichtbar zu machen. Unter dieser Lesart verläuft der nationale Trend leicht abwärts statt seitwärts, und unser Zuwachs gewinnt dadurch an Gewicht, statt zu verlieren.

Trotzdem bitte ich Sie um dieselbe Vorsicht, die ich mir selbst auferlege:
Unsere Jahrgänge sind klein. Bei Kohorten unserer Größe kann eine besonders starke oder besonders gemischte Zusammensetzung das Bild spürbar verschieben. Ein Trend über vier Jahre sagt mehr als eine Momentaufnahme, ersetzt aber keine lange Zeitreihe.

Wir vergleichen zudem nicht Gleiches mit Gleichem. Der nationale Durchschnitt umfasst Schulen unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen. Unsere Schulgemeinschaft ist in ihrer Zusammensetzung nicht repräsentativ für Australien, und ein Teil des Abstands erklärt sich daraus und nicht aus unserer pädagogischen Arbeit. Ehrlich bleibt der Vergleich nur, wenn man das ausspricht.

Und NAPLAN misst einen schmalen Ausschnitt. Verstehen Sie mich nicht falsch: Lesen, Schreiben, Sprachkonventionen und Mathematik sind wichtig, und ich nehme diese Ergebnisse ernst. Was ein Kind aber an dieser Schule an Zweisprachigkeit, an Urteilsfähigkeit, an Selbstständigkeit und an sozialer Erfahrung gewinnt, taucht in keiner dieser Tabellen auf. Eine Schule, die sich ausschließlich an den erstgenannten Kennzahlen ausrichtet, optimiert am Ende den Test und nicht das Lernen.
Was bleibt also nach all diesen Einschränkungen übrig? Aus meiner Sicht dies: Unsere Schülerinnen und Schüler folgen dem nationalen Abwärtstrend nicht, sie halten mindestens das Niveau früherer Jahrgänge, und in der Spitzengruppe gewinnen sie deutlich hinzu. 

Die interessantere Frage lautet ohnehin: Woran liegt es?
Eine einzelne Ursache gibt es nicht. Ich sehe mehrere Faktoren zusammenwirken, und ich formuliere sie bewusst als Vermutung und nicht als Beweis.

Unsere Klassen sind klein genug, dass Lehrkräfte einzelne Kinder tatsächlich kennen. Das Zwei-Klassenlehrer-Modell sorgt dafür, dass zwei Erwachsene ein Kind im Blick haben statt nur einer, und wir haben uns in diesem Jahr bewusst dafür entschieden, an diesem Modell festzuhalten. Die Zweisprachigkeit, die im Alltag manchmal als Belastung empfunden wird, trainiert von der Preschool an einen bewussten Umgang mit Sprache, und dieser Effekt zeigt sich erfahrungsgemäß auch in den Ergebnissen der jeweils anderen Sprache. Dazu kommt die Arbeit am konzeptuellen Verstehen, die wir als durchgehenden pädagogischen Ansatz von der Preschool bis zum Diploma Programme verankern. Das Ziel ist nicht, dass Schülerinnen und Schüler mehr Inhalte behalten, sondern dass sie Zusammenhänge erkennen und Gelerntes auf unbekannte Situationen übertragen. Genau darauf zielen standardisierte Tests im Kern ab, auch wenn sie es anders nennen.

Und schließlich engagieren sich die Familien in unserer Schulgemeinschaft überdurchschnittlich. Die Wirkung von Schule und die Wirkung von Elternhaus lassen sich nicht sauber voneinander trennen. Diese Ergebnisse gehören Ihnen ebenso wie uns.

Ein letzter Gedanke, der diesen Artikel mit dem Vorwort dieser Ausgabe verbindet. Die nationale Debatte dreht sich derzeit stark um Mengen. Wie viele Minuten Bildschirm, wie viele Stunden Unterricht, wie viele Seiten Hausaufgaben. Unsere eigenen Zahlen legen einen anderen Schluss nahe. Sie sind nicht dadurch entstanden, dass an dieser Schule mehr getestet oder mehr Zeit aufgewendet worden wäre. Sie sind dort entstanden, wo Lehrerinnen und Lehrer ihre Schüler kennen, wo Unterricht durchdacht ist und wo Kinder die Gelegenheit bekommen, Dinge wirklich zu verstehen.

Über die weitere Entwicklung werde ich Sie selbstverständlich informieren.

Mit herzlichen Grüßen
 Michael Cordes





Liebe Eltern,

als Mathematiker liebe ich es, mit einer Zahl zu beginnen: Im Jahr 2023 lagen 31,2 Prozent unserer Neuntklässler in der NAPLAN Erhebung über dem Standard. In diesem Jahr sind es 47,8 Prozent. Kein einziger Schüler des Jahrgangs 2026 wurde der Kategorie zugeordnet, die zusätzliche Unterstützung benötigt.
 
Ich habe diese Zahlen an den Anfang gestellt, weil sie in einer Zeit entstanden sind, in der die australische Bildungsdebatte von schlechten Nachrichten bestimmt wird. Die OECD hat gerade die Ergebnisse ihrer PISA Erhebung 2025 veröffentlicht, und die Befunde für Australien sind ernüchternd: Lesekompetenz und Mathematik sind deutlich zurückgegangen, in manchen Kommentaren wurde daraus gerechnet, dass australische Fünfzehnjährige heute bis zu zweieinhalb Jahre hinter dem Stand des Jahres 2000 liegen.

Dazu drei Einordnungen, die in den Schlagzeilen meist fehlen:

  1. Australien liegt weiterhin über dem OECD Durchschnitt. 
  2.  Die Naturwissenschaften sind nach einem früheren Einbruch seit 2018 stabil geblieben, der Rückgang betrifft also nicht alle Bereiche gleichermaßen und 
  3. Die Umrechnung von Punktwerten in Lernjahre, aus der die zweieinhalb Jahre stammen, ist methodisch umstritten. 



Über Zahlen, die etwas sagen, und Zahlen, die nichts sagen

About numbers that tell a story and numbers that don’t

Three points of context on this, which are usually missing from the headlines:

  1. Australia remains above the OECD average.
  2. The sciences have remained stable since 2018, following an earlier decline — so the drop does not affect all areas equally — and
  3.  The conversion of score values into years of learning, from which the two and a half years are derived, is methodologically contested.

The direction of the finding nevertheless remains beyond dispute, and I do not wish to play it down.

Our students were not part of the PISA sample. Through NAPLAN, however, we do take part in the national comparison, and there we can test ourselves.

Here, too, a preliminary remark is necessary: NAPLAN was fundamentally revised in 2023, both in its task structure and in its performance categories. A comparison with earlier years would not be credible. Only the period from 2023 to 2026 is reliable — unfortunately, four years is a short window.

Within this window, the national figures have remained largely unchanged, both in the proportion of those exceeding the standard and in the proportion of those needing support. Our figures, over the same period, have risen significantly.

One could object that a flat national trend actually shows that nothing has happened nationwide, and that the contrast with GISS therefore means less. I consider the opposite more likely, however: PISA describes a slow decline over two decades. A four-year window may simply be too short to make such a movement visible at all. Under this reading, the national trend runs slightly downward rather than sideways, and our gain gains weight as a result, rather than losing it.

Nevertheless, I ask you for the same caution that I impose on myself:

Our year groups are small. With cohorts of our size, a particularly strong or particularly mixed composition can noticeably shift the picture. A trend over four years says more than a single snapshot, but it does not replace a long time series.

We are also not comparing like with like. The national average includes schools under very different conditions. Our school community is not representative of Australia in its composition, and part of the gap is explained by that, not by our pedagogical work. The comparison remains honest only if this is stated openly.

And NAPLAN measures a narrow slice. Please do not misunderstand me: reading, writing, language conventions and mathematics are important, and I take these results seriously. But what a child gains at this school in terms of bilingualism, judgment, independence and social experience does not appear in any of these tables. A school that orients itself exclusively toward the first set of metrics ends up optimizing for the test, not for learning.

So what remains after all these caveats? From my perspective, this: our students are not following the national downward trend, they are at least maintaining the level of previous cohorts, and in the top group they are gaining significantly.

The more interesting question, in any case, is: what is behind it?

There is no single cause. I see several factors working together, and I state them deliberately as a hypothesis, not as proof.

Our classes are small enough that teachers actually know individual children. The two-class-teacher model ensures that two adults have an eye on a child rather than just one, and this year we deliberately chose to keep this model. Bilingualism, which in everyday life is sometimes felt as a burden, trains a conscious handling of language from preschool onward, and experience shows that this effect also appears in the results for the other language, respectively. In addition, there is the work on conceptual understanding, which we anchor as a continuous pedagogical approach from preschool through to the Diploma Programme. The goal is not for students to retain more content, but for them to recognize connections and transfer what they have learned to unfamiliar situations. This is precisely what standardized tests are fundamentally aiming at, even if they call it something else.

And finally, the families in our school community are engaged above average. The effect of the school and the effect of the home cannot be cleanly separated from one another. These results belong to you just as much as to us.

One final thought that connects this article with the foreword of this issue. The national debate currently revolves heavily around quantities: how many minutes of screen time, how many hours of instruction, how many pages of homework. Our own figures suggest a different conclusion. They did not come about because more testing or more time was spent at this school. They came about where teachers know their students, where lessons are thoughtfully designed, and where children are given the opportunity to truly understand things.

I will of course keep you informed of further developments.

With warm regards
Michael Cordes

 

Dear Parents,

As a mathematician, I love starting with a number: in 2023, 31.2 percent of our Year 9 students were above standard in the NAPLAN assessment. This year, it is 47.8 percent. Not a single student in the 2026 cohort was placed in the category requiring additional support.

I have put these numbers at the start because they have emerged at a time when the Australian education debate is being dominated by bad news. The OECD has just published the results of its 2025 PISA survey, and the findings for Australia are sobering: reading literacy and mathematics have declined significantly, and some commentary has calculated that Australian fifteen-year-olds are now up to two and a half years behind the standard of the year 2000.

pyjama day at giss

Last Monday, our GISS School Captains brought a little extra comfort and fun to school with our Pyjama Day!

While classes continued as normal, students arrived in their favourite pyjamas and enjoyed a fun and relaxed day together. Our lunchtime cake sale outside Reception was also a great success! A big thank you to everyone who baked, bought and supported the fundraiser.

The proceeds will support two important causes, with 50 percent going towards our school grounds to help fund projects such as new outdoor furniture, and the remaining 50 percent going towards flood relief aid in Nepal.

A huge thank you to our GISS School Captains for organising such a wonderful day, and to everyone who helped make it both fun and meaningful!


pyjama day an der giss

Am vergangenen Montag sorgten unsere GISS School Captains mit unserem Pyjama Day für ein bisschen extra Gemütlichkeit und jede Menge Spass in der Schule!

Während der Unterricht wie gewohnt stattfand, kamen die Schülerinnen und Schüler in ihren Lieblingspyjamas zur Schule und genossen einen fröhlichen und entspannten Tag miteinander. Auch unser Kuchenverkauf in der Mittagspause vor der Rezeption war ein voller Erfolg! Ein herzliches Dankeschön an alle, die gebacken, Kuchen gekauft und unsere Spendenaktion unterstützt haben.

Der Erlös kommt zwei wichtigen Anliegen zugute: 50 Prozent werden für unsere Schulaußenanlagen eingesetzt und helfen dabei, Projekte wie die Anschaffung neuer Outdoor-Möbel zu finanzieren. Die anderen 50 Prozent gehen an die Hochwasserhilfe in Nepal.

Ein ganz grosses Dankeschön an unsere GISS School Captains für die Organisation dieses tollen Tages und an alle, die dazu beigetragen haben, dass er sowohl fröhlich als auch sinnvoll war!

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Thank you to everyone who participated, supported our runners or donated.

Together, we also raised funds for a Girl & her world, supporting their work helping girls receive education in Fiji.

THE GISS TEAM WINS AT THE Beach2Beach Fun Run 2026!

It was a wonderful, sunny morning at the Beach2Beach Charity Fun Run on Sunday, 23 August!  81 members of the GISS community took part across the 3 km, 6 km, 14 km and half marathon distances, with many more supporters cheering from the sidelines.

We are proud to share that GISS placed third in the URM School Charity Challenge!  As part of the award, we will also receive $500 in prize money.

A special congratulations to Arelie from Year 5, the fastest female runner in the 3 km race! 



 Am Sonntag, dem 23. August, erlebte die GISS-Gemeinschaft einen wunderbaren, sonnigen Morgen beim Beach2Beach Charity Fun Run!  81 Mitglieder der GISS-Gemeinschaft nahmen an den Läufen über 3 km, 6 km, 14 km und dem Halbmarathon teil, während viele weitere UnterstützerIinnen unsere LäuferInnen anfeuerten.

Wir sind stolz darauf, dass GISS den dritten Platz in der URM School Charity Challenge erreicht hat!  Dafür erhalten wir außerdem ein Preisgeld von 500 $.

Ein besonderer Glückwunsch geht an Arelie aus der 5. Klasse, die schnellste Läuferin im 3-km-Rennen! 


DAS GISS-TEAM gewinnt BEIM BEACH2BEACH FUN RUN 2026!

Vielen Dank an alle, die teilgenommen, unsere LäuferInnen unterstützt oder gespendet haben.

Gemeinsam konnten wir außerdem Spenden für a Girl & her world sammeln und damit deren Arbeit unterstützen, Mädchen in Fidschi den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Primary

Senior Secondary
(IB)

Junior Secondary

Preschool

Senior Secondary (IB)

Junior Secondary

Primary

Preschool

WHAT HAS BEEN HAPPENING AT GISS? | was WAR los an der giss?

WHAT HAS BEEN HAPPENING AT GISS? 
was WAR los an der giss?

wellbeing

Ulrike Miehle, School Counsellor

Last week, we marked World Suicide Prevention Day – an important reminder that every person matters and that no one should have to face difficult times alone.  It's about talking openly, breaking down the stigma around asking for help, and remembering how much connection to each other really matters.

It's worth pausing on this as a whole school community. Checking in on a friend, including someone who's on their own, listening without judgement, or pointing someone toward a trusted adult. Little things like this go a long way.

Looking after your own wellbeing matters too. Take a break, spend time with people who make you feel good, get outside, or reach out when things feel heavy. Asking for help isn't a weakness, it's a good move, and you don't have to have it all sorted on your own.

October is Mental Health Month, so there'll be more chances soon to keep this conversation going. For now, let's keep looking out for each other and not just on awareness days or months, but all year round.

Support is always there: If you or someone you know is doing it tough, reach out to a trusted adult: a parent, carer, teacher, or the school counsellor.

Lifeline: 13 11 14 (24/7)
Kids Helpline: 1800 55 1800 (24/7, ages 5–25)
Beyond Blue: 1300 22 4636 (24/7)
Suicide Call Back Service: 1300 659 467 (24/7)
Triple Zero (000): for emergencies


You're not alone, and reaching out is always worth it.

Small conversations can make a big difference

(sent to all Parents via Compass)

Reminder GISS Parents - Please complete by
25 September 2026!

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